Weltreise 2019: HAMBURG – das Tor zur Welt.

Am Dienstag morgen zieht eine Kaltfront auf, als wir in Lindau den Zug in Richtung Hamburg besteigen. Nach 8-stüdiger Fahrt durch die Republik erreichen wir fast pünktlich um 14:30 Uhr den Hamburger Hauptbahnhof. Die Hansestadt an der Waterkant begrüßt uns mit original Hamburger Schietwetter: Moin moin!

Auf Grund unseres umfangreichen Gepäcks empfiehlt sich ein Taxi, das uns trocken zu unserem ersten Ausgangspunkt bringt – dem Grand Elysee Hotel am Hamburger Dammtor. Von hier aus erkunden wir in den nächsten Tagen die Stadt und läuten den Startschuss zur Weltreise 2019 ein.

Hungrig von der langen Fahrt und voller Neugierde zieht es die Weltentdecker von MannüberBord in die schöne Hamburger Innenstadt. Lecker Kaffee und Kuchen wird im Hanseviertel serviert – Leute gucken inklusive.

Pflichttermin ist der imposante Rathausmarkt, der Jungfernstieg und der Neue Wall mit seinen edlen Boutiquen, Cafés und Restaurants. Ehrliche Hamburger Hausmannskost bekommt der Weltreisende im Restaurant VLET serviert: Gänseessenz, Nordseekrabben, Finkenwerder Scholle mit Kartoffelsalat – damit sind wir gerüstet für weitere Taten!

Ein gelungener kulinarischer Einstieg und eine gute Grundlage für einen ausgedehnten Reeperbahnbesuch. Ein Taxi bringt uns zum Kiez.

Mit Hans Albers im Gepäck starten wir wie echte Seemänner unseren Bummel über die Amüsiermeile längs der Elbe.

„Silbern klingt und springt die Heuer, heut’spiel ick dat feine oos.

Heute ist mir nichts zu teuer, morgen da geht die Reise los.

Langsam bummel ich ganz alleine, die Reeperbahn nach der Freiheit rauf…“

Ein Muss seit eh und je ist die Große Freiheit am Ende der Reeperbahn. Einst Heimat von Hans Albers & Co., tummeln sich heute, rund um Olivia Jones Bar, illustre Gestalten jeglicher Couleur. Zu Deutschem Schlager und Seemannsgarn trinkt der Besucher Blaubeer-Prosecco oder ein kühles Astra (Hamburger Bier). Wer genug von Rex Gildo und Carel Gott hat, der zieht weiter zum Herzen der Reeperbahn – dem Hans-Albers-Platz. Vielen dürfte die Herbertstraße, als sündige Meile des Nordens – ein Begriff sein. Leichte Mädchen, in noch leichterer Kleidung bieten hier ihre Dienste an und werben um die Gunst neugieriger Herren.

Freunde des gepflegten Deutschrock zieht es in Udo Lindenbergs PANIKBAR. Bei freiem Eintritt werden Getränke-Klassiker wie Andrea Doria (Eierlikör, Orangenlikör, Bananensaft, Kirschsaft und Eiswürfel) oder Panikrock (Eierlikör, Orangenlimonade, Himbeersirup, Limettensaft, Eis) serviert – Sehr lecker!!

Wer eine Abneigung gegen Eierlikör im Allgemeinen und Speziellen hat, dem sei ein anderes Etablissement empfohlen – denn das Kultgetränk ist hier allgegenwärtig. Dazu wird heute Abend erstklassige Live-Musik von der Hamburger Band Nervling geboten.

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Nach einer durchzechten Nacht mit vielen Vergnügungen braucht der Mensch etwas Kultur und vor allem ein Katerfrühstück. Uns zieht es zum Hafen und zum neuen Wahrzeichen der Stadt – der Elbphilharmonie. Auf dem Weg dorthin stoppen wir am neu errichteten Mahnmal, der Nikolai Kirche. Die Mauern und der Kirchturm erinnert an die Feuernacht des Jahres 1943, als große Teile der Stadt dem Bombenhagel zum Opfer fielen und von einer Feuerwalze zerstört wurden.

Vom Kirchturm – bequem mit dem Lift zu erklimmen – bietet sich in 75 Metern Höhe ein wunderbarer Blick über die Innenstadt und das Hafengebiet. Im angeschlossenen Museum erfährt man mehr über die verhängnisvolle Bombennacht und die Auswirkungen auf die Stadt und ihre Bewohner.

Zur Hafen City ist es von hier nur noch ein Katzensprung. Zwischen Elb-Kanälen und Kontorhäusern aus Rotklinker erhebt sich ein moderner Bau aus Glas und Beton. Elfi – wie sie von den Hamburgern liebevoll genannt wird – prägt das Stadtbild an vielen Stellen rund um die Hafen City. Hungrige Seebären finden bei Tom & Konsorten leckere Fischbrötchen, Backfisch und originelle Hamburger Souvenirs. Nette Bedienung und kulinarische Beratung inklusive.

Doch nun wartet Hamburgs neues Wahrzeichen auf uns: Wir besorgen uns noch schnell eines der kostenlosen Tickets am Schalter und schon geht’s los.

Über eine Rolltreppe, die sich durch den typisch hanseatischen Rotklinker-Sockel des Gebäudes zieht, gelangt der Besucher auf die sog. Plaza – den zentralen Platz innerhalb der Elfi. Von hier aus kommt man in die Konzertsäle, das Hotel und die angeschlossenen Cafés und Shops.

Von der umlaufenden Freifläche hat man einen hervorragenden Blick über den Hafen und die imposanten Gebäude der ehemaligen Speicherstadt.

Heute Abend ist es dann endlich soweit. Mit dem großen Galaabend im Grand Elysee fällt der offizielle Startschuss zur Reise um die Welt mit der Queen Victoria 2019.

Beim Cocktailempfang, mit anschließendem Dinner im Spiegelsaal, werden erste Kontakte unter den deutschsprachigen Gästen geknüpft. Für musikalische Untermalung sorgen zwei Nachwuchstalente aus dem Bereich Jazz: Bendix Böttcher (Klavier) und Cleo (Gesang). Neben einer ernüchternden Speisenfolge von zweifelhafter Qualität, hebt sich die Stimmung wieder etwas als der Entertainer Jörg Knörr das Ruder übernimmt und für angemessene Unterhaltung sorgt.

Es wird Zeit zu gehen, als der Abend anfängt zu einer Kaffeefahrt zu mutieren und eine Dame von Steinway Pianos versucht einen autonom-spielenden Flügel den Gästen nahe zu bringen.

FAZIT: Kein wirklich gelungener Auftakt für eine Reise dieser Kategorie, da sollte die DE Repräsentanz von Cunard nochmal Ihre Hausaufgaben machen und nächstes Mal ein angemessenes Programm ausarbeiten.

Am nächsten Morgen bringt ein Bustransfer alle Reisenden zum Cruise Terminal Steinwerder wo es schon bald heißt: Leinen los und immer ne Hand breit Wasser unterm Kiel!

Gegen 17:00 Uhr ertönt dann endlich das Schiffshorn und Queen Victoria verlässt bei Dauerregen die Hansestadt über die Elbe in Richtung Cuxhafen und Nordsee. Vor uns liegt eine stürmische Nacht und eine unruhige Überfahrt bevor wir am Morgen des 8. Januar im englischen Southampton einlaufen.

>> Mehr zum ersten Landgang in Southampton findet ihr im nächsten Beitrag – wir freuen uns auf Euch!

 

 

 

 

 

 

 

 

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