Baltischer Sommer, weiße Nächte und prachtvolle Paläste, Nord- & Ostsee-Reise

 

Tag 5: Landgang Warnemünde / Deutschland

 

Viele der internationalen Gäste an Board hatten uns vorab gefragt, was es denn Interressantes in Warnemünde gäbe, dass einen Landgang wehrt sei. Ich muss zugeben, dass auch wir mit einem gemütlichen Tag in einem verschlafenen Ostsee-Nest gerechnet hatten. Aber es kommt meistens anders als man denkt!

Maritimes Flair, weiße Sandstrände, Fischbrötchen und hanseatische Backsteinromantik. Warnemünde hat viele Passagiere auf´s Positivste überrascht und in seinen Bann gezogen.

Wie so viele Gäste hatten auch wir an diesem Tag einen Landausflug nach Rostock gebucht: Rostock mit Tram, zu Fuß und per Schiff.

Wer eine Tour über die Reederei bucht trifft sich am Morgen im Queens Room. Man erhält einen farbigen Sticker mit einer Nummer und wird in Gruppen eingeteilt (die Gruppengröße variiert je nach Ausflug zwischen 10-30 Personen). Ein Verantwortlicher des Boardpersonals ist immer dabei, falls es Fragen oder Probleme gibt (was bei uns noch nie der Fall war). Die Führung ist meistens auf Englisch, in Ausnahmefällen gibt es auch deutsche Gruppen. „Red 4“ bricht um 08:30 Uhr auf und fährt zunächst mit dem Bus ins Landesinnere Richtung Rostock (20 min). Eine Straßenbahn wartet schon auf uns, wir nehmen Platz und Helmut unser Guide erzählt ein paar Anekdoten aus vergangenen Zeiten als wir an Plattenbausünden aus der DDR-Zeit vorbei fahren. Am Neuen Markt steigen wir aus und starten unserem Rundgang in der evangelischen Marien-Kirche, einem Kleinod norddeutscher Backsteinarchitektur, die ein technisches Kunstwerk von Weltrang in sich  birgt. Die astronomische Uhr aus dem Jahre 1472 funktioniert bis heute mit original Uhrwerk aus dem 15. Jhd. und zeigt präzise die Uhrzeit, Mondphasen, Tierkreiszeichen, Sonnenjahr uvm. an – sehr beeindruckend.

Der Stadtrundgang wird fortgesetzt, vorbei an alten Fachwerkhäusern, Stadtmauern, Backsteingebäuden hin zu einem hübschen Platz mit dem Brunnen der Lebensfreude. Der Rostocker Universitätsplatz ist neben dem Alten- und Neuen Markt einer der drei historischen Marktplätze der Stadt. Es gibt Gelegenheit Einkäufe zu tätigen oder einen Besuch in einem den zahlreichen Straßencafes bevor der Spaziergang Richtung Warnow (Fluss) fortgesetzt wird. Neben einem beachtlichen Segelschiff, das angeblich die Kelly-Family unterhält wartet schon eine Barkasse, die uns flussabwärts wieder zurück nach Warnemünde bringt.

Der Tag ist noch jung und jede Menge Touristen tummeln sich nun im Seebad Warnemünde. Fischkutter mit typischen Namen wie „Jasemund“, „Doberan“ oder „Bernstein“ liegen im Hafen und verkaufen leckere Fischbrötchen, Neptunspieße oder Scholle. Der Andrang ist enorm und die Brötchen extrem lecker!!!Frisch gestärkt erkunden wir diesen sympathischen Ort mit seinem herrlichen, breiten Sandstrand den unzähligen Läden, Cafes, Restaurants und Strandbars und feiern das Leben! Warnemünde hat sich uns heute von seiner allerbesten Seite gezeigt. Dass uns heute noch ein weiteres Highlight erwartet ahnen wir bis dato noch nicht. Es geht zurück an Board, denn um 19:30 Uhr laufen wir aus. Wir machen uns frisch und beschließen zum Sailaway an Deck zu gehen um die letzten Sonnenstrahlen und die herrliche Stimmung einzufangen.

 

Wir sind überwältigt, als wir sehen wie viele tausend Leute an den Kaimauern und auf unzähligen Booten ausharren und warten bis die Queen Elisabeth ausläuft. Es werden kleine Fähnchen an Deck verteilt und wir postieren uns an der Rehling. Endlich, „This is the captain speeking…“. Das Horn erklingt und überall bricht Jubel aus. Euphorisches Winken, Blitzlichtgewitter, Schiffshörner ertönen – ein wahrhaft königlicher Abschied der uns fast zu Tränen rührt!!

 

Bye bye Warnemünde!    >>

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