Baltischer Sommer, weiße Nächte und prachtvolle Paläste, Nord- & Ostsee-Reise

 

Tag 4: Landgang Kopenhagen / Dänemark

 

Kopenhagen (dänisch: København), die Hauptstadt Dänemarks ist schon mehrfach als „Lebenswerteste Stadt der Welt“ ausgezeichnet worden. Gründe dafür sind unter anderem die spannende Architektur, die vielen Grünflächen und der saubere Hafen, in dem man sogar baden kann. Die zahlreichen Gourmetrestaurants von Kopenhagen und eine lebendige Kunst und Designszene verbindet junge und historische Elemente zu einer einzigartigen Symbiose.  Die Stadt ist Sitz von Parlament (Folketing) und Regierung sowie Residenz der dänischen Königin Margrethe II. Die dänische Hauptstadt gilt als sehr teuer, die Lebenshaltungskosten gehören zu den höchsten in ganz Europa. Kopenhagen hat ca 600.000 Einwohner und verteilt sich auf einer Fläche von 86 km2. Das Stadtgebiet verteilt sich über mehrere Inseln. Der größere westliche Teil liegt an der Ostküste Seelands (Sjælland).

Vermutlich ist kein Däne zeitloser als Hans Christian Andersen, der weltberühmt ist für seine „Eventyr“ oder Märchen. In mehr als 125 Sprachen übersetzt, inspirieren seine lehrreichen Geschichten wie „Die Prinzessin auf der Erbse“, „Die kleine Meerjungfrau“ und „Des Kaisers neue Kleider“ bis heute Kinder und Eltern auf der ganzen Welt. Das wohl berühmteste Wahrzeichen von Kopenhagen steht gleich in der Nähe des Langeline Pier wo die QE heute vor Anker liegt. „Den Lille Hafrue“ (Edvard Eriksen 1876-1959) – man könnte die 125 cm große Sitzfigur an der Uferpromenade beinahe übersehen wenn sich nicht unzählige Menschen um das Wahrzeichen drängen würden. Ganz bescheiden sitzt Sie auf einem Findling am Ufer und wer schon früh am Morgen kommt, kann Sie vielleicht auch mal ganz in Ruhe für sich (kostenlos) bestaunen.

„Reisen heißt leben!“ Hans Christian Andersen (1805-1875)

Der Weg in Stadt ist weit, aber ein Spaziergang lohnt sich, denn auf dem Weg ins Zentrumreihen sich an der Uferpromenade einige Highlights. Schloss Amalienborg (Amalienborg Slot), die Stadtresidenz von Königin Margrethe II, ist mit ihrer besonderen Architektur durchaus einen Umweg wert. Die vier – äußerlich nahezu baugleichen – Palais gruppieren sich um den Amalienborger Schlossplatz, dessen Mittelpunkt eine Reiterstatue Friedrich V. bildet. Vom Schlossplatz führte eine gerade Sichtachse auf die Frederikskirche. In derselben Flucht, auf der anderen Seite des Hafenbeckens, befindet sich der Bau der 2005 eingeweihten neuen Königlichen Oper.

Einige Meter weiter kommt man auch schon zur nächste, wichtige Sehenswürdigkeit. Der Nyhavn (dänisch für „neuer Hafen“) mit seinen farbenfrohen Giebelhäusern ist eines der bekanntesten Vergnügungsviertel Kopenhagens. Viele Restaurants, Bierstuben und Tanzlokale säumen den Kanal. Hafenrundfahrten und Museumsschiffe erinnern an die Zeit als Seeleute hierher kamen um auf Schiffen anzuheuern. Ihre Wartezeit verbrachten Sie in Kneipen, die mit Fernweh verbundene Namen trugen, wie Hong Kong in der Nr. 21 und Cap Horn in der Nr. 7. Ende des 19. Jahrhunderts eröffnete im Nyhavn Nr. 1 die Reederei Thingvalla-Line ihren Fahrkartenschalter. Skandinavische Auswanderer erhofften sich mit dem Kauf einer einfachen Fahrkarte ein besseres Dasein auf der anderen Seite des Atlantiks. Später wurde das Büro von der Cunard Line übernommen, die bis 1920 mit Farbplakaten für das „gelobte Land“ warb. Die Nähe zum dänischen Staatstheater zog viele Persönlichkeiten an, darunter den dänischen Komponisten Friedrich Kuhlau (1786–1832), der bis zu seinem Tod im Haus Nr. 23 wohnte, auch Hans Christian Andersen (1805–1875) wohnte ab 1834 für fünf Jahre im Haus Nr. 20.

Im Viertel rund um die Fußgängerzone Strøget sind Geschäfte, Cafes und Restaurants aller großen internationalen Marken angesiedelt. Aber auch typisch dänische Waren findet man hier: Illums Bolighus – erste Adresse und Pilgerstätte für Liebhaber von scandinavischem und dänischem Design, ein großer LEGO® Store und den Flagship Store der Porzellanmanufaktur Royal Copenhagen. Kopenhagen hätte noch so viel mehr zu bieten aber ein Tag ist definitiv zu kurz. Daher besteigen wir zum Abschied noch den Rundetårn (dänisch für Runder Turm) im Stadtzentrum. Auf den Turm aus dem 17. Jh führt eine spiralförmige Rampe und von oben hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt. Am Horizont sieht man sogar die QE liegen. Es wird Zeit den Rückweg anzutreten. Ein netter Student mit Fahrradrikscha bringt uns bequem und günstig zurück zum Schiff – kleine Stadtführung inklusive.

Um 17:00 Uhr läuft die QE aus und nimmt Kurs auf das deutsche Seebad Warnemünde. Viele Passagiere haben sich an Deck mit ihren Kameras postiert um der Passage unter der Öresundbrücke beizuwohnen. Kopenhagen und das im schwedischen Schonen gelegene Malmö sind durch die Meeresenge Öresund getrennt. Diese beeindruckende Konstruktion ist die weltweit längste Schrägseilbrücke. Sie bildet zusammen mit dem Drogdentunnel und der künstlichen Insel Peberholm die mautpflichtige Öresundverbindung, welche die dänische Hauptstadt Kopenhagen mit Malmö in Schweden verbindet. Mit einer Gesamtlänge von 7845m ein wahrer Koloss.   >>


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