Eine kulinarische Rundreise durch die Haute-Savoie

Am nächsten Morgen verlassen wir Annecy und fahren über Megève nach Chamonix-Mont-Blanc. Der an der Grenze zur Schweiz und zu Italien gelegene Ort erstreckt sich am Fuße des höchsten Berges der Alpen – dem Mont-Blanc. 

Bereits kurz hinter Megève fällt der Blick unweigerlich immer wieder auf ein monumentales Bergmassiv, das aus der Ferne immer näher kommt. Die Schnee- und Eismassen dieses majestätischen Gletschers erstrecken sich bis auf 4.810 m. Alljährlich zieht es Millionen Besucher und Tausende Alpinisten auf das Dach Europas. Erstmals bestiegen am 08. August 1786 von Jacques Balmat und Doktor Paccard, verteilen sich die insgesamt 24 Gipfel des Massivs über die Drei-Länder Region Frankreich, Italien und die Schweiz.

In „Cham“ trifft sich die ganze Welt. Das spektakuläre Panorama rund um den mondänen Urlaubsort zieht jedes Jahr auch unzählige Stars wie Kylie Minogue oder Penelope Cruz in seinen Bann. Wir wären gerne noch länger an diesem außergewöhnlichen Ort geblieben, aber es liegt noch ein weiter Weg vor uns. Die Abbiegung zum Mont-Blanc-Tunnel steht schon angeschrieben. Der 11,6 km lange Straßentunnel gilt als technische Meisterleistung und wichtigste Verbindung zwischen Genf und Frankreich (A40) auf der Westseite und Turin und Norditalien (A5) auf der Ostseite. Die Durchfahrt ist etwas abenteuerlich, denn der Tunnel besteht nur aus einer einzigen Röhre mit einer Doppelspur (ACHTUNG Gegenverkehr!). Die Mindestgeschwindigkeit im Tunnel beträgt 50 km/h und Höchstgeschwindigkeit 70 km/h. Durchschnittlich passieren ca. 5.000 Fahrzeuge pro Tag den Tunnel. Eine Durchfahrt mit dem PKW von Frankreich nach Italien kostet 43,50 Euro (Hin- und Rückfahrt 55,00 Euro).

Auf der italienischen Seite verlassen wir den Traforo del Monte Bianco auf 1.381 m Höhe. Von hier aus bietet sich nochmals ein spektakulärer Blick auf die Rückseite des Bergmassivs. Unsere Genuss-Reise endet nun offiziell in Courmayeur, dem italienischen Pendant zu Chamonix am Ende des Aostatal. In der historischen Hauptstadt des Alpinismus und Bergsteigens werden lokale Traditionen und deren Geschichte im Alpin-Museum „Duca degli Abruzzi“ gepflegt und Besuchern zugänglich gemacht. Der charmante Ort mit seinen charakteristischen Häusern strahlt eine mondäne und gemütliche Atmosphäre aus. Restaurants und kleine Spezialitätengeschäfte bieten regionale Speisen wie Käse, Wurstwaren, Obst, Brot und Honig in großer Fülle an.

Der Fontina ist der König der Käse aus dem Aostatal und besticht durch seinen süßen Duft. Ein besonderer Genuss ist auch der Vallée d´Aoste Jambon de Bosses, ein roher Schinken der mit Bergkräutern gewürzt und auf einer Höhe von 1.600 m im gleichnamigen Ort Saint-Rhémy-en-Bosses produziert wird.

 

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