Unvergessliche Tage in Amsterdam.

Mit seinen 165 Kanälen hat Amsterdam eine enge Verbindung zum Wasser. Daher gibt es keinen besseren Weg, die UNESCO Weltkulturerbe Stadt zu entdecken als mit einer Bootsfahrt durch die berühmten Amsterdamer Grachten. Wer nicht eingepfärcht in einem der großen Touristenboote die „übliche“ Tour machen möchte, für den bieten private Anbieter jede Menge Alternativen. Vom Party-Boot mit Bar und Livemusik, über ein Smoke-Boot?!? bis hin zu kleinen intimen Booten mit eigenem Kapitän, die Auswahl groß und Preise variieren stark.

Die Mann-über-Bord-Crew wird heute am hoteleigenen Bootssteg von einem nostalgischen Notariatsboot aus dem Jahre 1908 abgeholt. FARAHILDE, heißt das alte Mädchen und stammt aus der Werft von Nicolaas Witsen. Sie wurde liebevoll restauriert und mit erstklassiger Ausstattung versehen: Sitzbänke aus Teakholz, Kissen aus Leder, gekühlte Getränke, Fingerfood und ein gut gelaunter Skipper sind an Bord. Die ideale Wahl für Gäste die eine exklusive Grachtenfahrt und ein unvergessliches Erlebnis suchen. Unbedingt vorbestellen (Reinhard, der Besitzer spricht auch Deutsch)!

Die Fahrt dauert 1,5 h, ist für 2-12 Personen und führt – je nach Wunsch – durch unzählige kleine und große Grachten, berühmten Sehenswürdigkeiten, vorbei an Hausbooten, durch Tunnels, Schleussen und Zugbrücken. Ein besonderes Vergnügen für Hobby-Kapitäne und Schiffsbegeisterte und der schönste Weg die Stadt aus einer anderen Perspektive zu erkunden. Schiff Ahoi, FARAHILDE!

Passend zum Nostalgieboot wird die Crew heute nach getaner Arbeit in einem der ältesten Restaurants der Stadt verpflegt. Das Restaurant D´Vijff Vlieghen ist seit langem weltweit bekannt und ein Muss in Amsterdam.

Wenn man das Restaurant betritt, fühlt man sich in der Zeit zurückversetzt. Die Wände sind mit originalen goldenen Ledertapeten, originalen Kunstwerken von Rembrandt und altem holländischem Dekor gestaltet. Nicolaas Kroese, der Gründer des Restaurants hatte ein besonderes Talent für Public Relations, Charisma und beeindruckendes Auftreten. Eines Tages erschien Kroese am Broadway in New York mit einem antiken Käfig, in dem er fünf kupferfarbene Fliegen aufbewahrte. Seine ungewöhnliche Aktion erregte schnell die Aufmerksamkeit der Medien. Unzählige Filmstars, Künstler und Schriftsteller fanden seit dem ihren Weg in sein Restaurant. Unter ihnen sind Walt Disney, Danny Kaye, Orson Welles, Kirk Douglas, Bruce Springsteen, Mick Jagger und Michail Gorbatschow. Heute hat jeder Platz im Restaurant eine kleine Kupferplatte mit dem Namen des berühmten Sterns, der einst das Restaurant besuchte.

Gegessen wird rustikale, modern-interprätierte holländische Küche, so wie es sich für echte Seebären gehört. z. B.: Ochsenschwanz-Kroketten, Nordseekrabben, Roast-Beef oder frischer Fisch. Sehr lecker und zu empfehlen!

Wenn sich die Dämmerung über die holländische Hauptstadt legt, erwacht das Amsterdamer Nachtleben. Der Rotlichtbezirk De Wallen überrascht seine Besucher tagsüber mit so mancher Kuriosität, doch nachts verwandelt sich dieses bunte Viertel in eine sündige Meile.

Wir alle haben wahrscheinlich bereits etwas über dieses Viertel gehört, und um ehrlich zu sein, ist womöglich alles, was Wir gehört haben wahr, aber um den Gerüchten ein Ende zu bereiten, machen wir uns heute selbst ein Bild davon. Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass heute Abend viele Leute auf den Straßen unterwegs sind. Nacht für Nacht schieben sich Tausende Schaulustige durch die engen Gassen und Straßen rund um die Ode Kerk.

Denn auch Sie haben womöglich schon viele Gerüchte gehört und wollen nun ein Spektakel erleben, dass es wohl so nur in Amsterdam gibt: Mal wieder liegt der süßliche Geruch gerösteter weibl. Hanfpflanzen in der Luft. Die Straßen sind dunkel und werden hier und da von rotem Neonlicht und Werbetafeln erhellt. Zwischen Coffee-Shops, Kinos und Nachtklubs werden Frauen aus aller Welt, wie Waren in rot gesäumten Schaufenster beworben.  Gruppen von Männern – jung und alt, händchenhaltende Paare und kichernde Frauen, die einen Junggesellinnenabschied feiern, zudem Busladungen japanischer Touristen – dies ist Beweis genug, dass das Rotlichtviertel einen Besuch wert ist. Amsterdam ist zu Recht stolz auf seine liberale und tolerante Haltung gegenüber Prostitution, weichen Drogen und Pornographie, da es alles menschlich ist. Die offenherzige Stadt kriminalisiert eben nicht alles. Eine Art von Ehrlichkeit, die es anderswo nicht gibt.

Aufregende Nächte und unvergessliche Tage in der Grachtenstadt gehen nun leider zu Ende. Ein gelungener Auftakt zur nun folgenden Kreuzfahrt um die Britischen Inseln. Morgen früh geht es zur Einschiffung nach Rotterdam und zu neuen Abenteuern – diesmal auf hoher See. Bleibt dran, wir sehen und an Bord der Queen Elizabeth und freuen uns auf ein Wiedersehen!

>> Kreuzfahrt um die Britischen Inseln

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.