Unvergessliche Tage in Amsterdam.

Wenn die Stadt am Morgen zum Leben erwacht versprüht Sie einen ganz besonderen Charme. Ein sonniger Platz im Gran Café Luxembourg ist der ideale Ort um das morgendliche Treiben zu beobachten und perfekt in den Tag zu starten. Neben leckerem Cappucino gibt es hier eine ausgezeichnete Appel-Tarte (Apfelkuchen)und ofenfrische Croissant . Hin und wieder trifft man auch auf nette Gesellschaft und Reisende, die die Welt genauso leidenschaftlich erkunden wie wir. (An dieser Stelle einen lieben Gruß nach Australien an die Flusskreuzfahrer!)

Der heutige Tag ist ganz und gar dem kulturellen Zentrum Amsterdams gewidmet. Das Museumsviertel liegt etwas abseits des Stadtkerns – südlich der Singelgracht – und wartet mit unzähligen Museen und Kultureinrichtungen auf. Einige von ihnen genießen sogar Weltruhm wie das Rijksmuseum (Kunstmuseum für alte Flämische Meister), das Stedelijk Museum (Museum für moderne Kunst) oder das Van Gogh Museum.

Es ist unglaublich viel los hier! Viele Tausend Besucher tummeln sich rund um die Museen und in den angrenzenden Parks. Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, haben wir unsere Tickets für das Van Gogh Museum vorab online gekauft (Eintritt Erwachsene: 18,- Euro). Man kann eine bestimmte Einlasszeit wählen und umgeht so unnötige Wartezeiten – unbedingt empfehlenswert denn die Warteschlangen vor den Museen sind lang.

Der nüchterne Bau des niederländischen Architekten Gerrit Rietveld wurde 1999 um einen futuristischen Anbau des japanischen Architekten Kisho Kurokawa erweitert. Hier befindet sich heute auch der Eingangsbereich. Beide Gebäude sind unterirdisch miteinander verbunden. Die Werke des niederländischen Impressionisten Vincent Van Gogh werden auf 3 Etagen gezeigt. Darunter einige Selbstportraits, die Kartoffelesser und die berühmten Sonnenblumen. Jeder Besucher erhält einen Multimedia-Audioguide auf dem eine „Kurz-“ oder „Langversion“ des Museumsrundganges abgespielt werden kann. Ich muss leider sagen, dass beide Versionen enttäuschen. Es gibt keine Einführung – weder zum Impressionissmus noch zu Van Gogh selbst – die Aufbereitung der Werkschau ist willkürlich und der „Multimediale-Rundgang“ ähneln eher einem Kindergeburtstag als einer ernst gemeinten Kunstausstellung.

Leider sind auch viel zu viele Besucher im Museum. Wer Glück hat erhascht den einen oder anderen Blick auf die Gemälde, vor denen sich die Menschentrauben sammeln. Hin und wieder schallt eine lautstarke, tiefe Männerstimme durch die Ausstellungshallen mit den Worten: „Noooooo pictuuuuuures!“ Alles in allem ein enttäuschender Besuch, der nicht zu empfehlen ist. Sehen Sie sich lieber Van Goghs Werke im MoMa in New York an, hier werden die Gemälde im passenden Rahmen und mit dem nötigen Respekt – gegenüber Künstler und Besucher – gezeigt! Ernüchtert und erschöpft verlassen wir das Museum.

Gleich hinter dem Museums Viertel liegt Amsterdams edelste Einkaufsmeile, die P.C. Hooftstraat. Freunde gepflegter Shoppingkultur finden hier alles was das Herz begehrt und noch mehr. Die Mann-über-Bord-Crew braucht jetzt erst einmal einen „Koffie verkeerd“ (Milchkaffee) und wird im Café Georgette fündig. ACHTUNG1 Hier gilt die Devise: Sehen und gesehen werden.

Ein lebendiges und stilvolles Viertel aus Galerien, Antiquitätenläden und Cafés ist die Spiegelgracht. Typische Giebelhäuser und wunderbare Ausblicke über die Grachten machen den Spaziergang zu einem echten Highlight.

Eine kurze Einführung in die Architektur der Giebelhäuser:

Das Wort Giebel hat gewissermaßen zwei Bedeutungen: einerseits bezeichnet es die obere Wandfläche eines Gebäudes im Bereich des Daches, andererseits ist Giebel die Kurzform von Giebelwand, also der gesamten Wandfläche bis zum Boden. Der geschmückte Giebel war für viele Jahrhunderte eines der bedeutendsten Elemente der Architektur. Seit Beginn des 20. Jh. verlor er jedoch seine dekorative Bedeutung.

Eine weitere interessante Kulisse bietet der Bloemenmarkt, der sich in kleinen Gewächshausähnlichen Gebäuden entlang der Singel Gracht angesiedelt hat. Hier bekommt man, neben einer großen Auswahl an Tulpenzwiebeln, auch Klockjes (Holzschuhe) und die obligatorischen Souveniers für die Lieben daheim.

Eine besondere Atmosphäre in den Abenstunden bietet das Bistro „hèt Terras De L´Europe“, direkt an der Amstel. Nach einem anstrengenden Tag genießt man hier einen köstlichen Cocktail oder ein kühles Bier. Ausgezeichnet mit dem BIB GOURMAND im Guide Michelin findet man Makrelen, Austern, Hummer, Caviar oder Sirlion Steak auf der Karte. Ein 3-Gang Menu zum selbst zusammenstellen, gibt es bereits für 37,00 Euro. Der Blick auf die vorbeifahrenden Boote ist kostenlos. Unbedingt reservieren!

Ein Ort mit Kultstatus ist Freddy´s Bar, benannt nach dem berühmten Bierbrauer Alfred Freddy“ Heineken. Wer sich unter die Amsterdamer „Beau Monde“ aus Politikern, Filmstars und Geschäftsleuten mischen möchte ist in der besten Cocktailbar Hollands (2011) genau richtig. Ein echtes Highlight für Gentleman ist der begehbare Humidor. Zigarrenliebhaber finden hier eine große Auswahl der besten Zigarren. Die einzigartige Aussicht auf den Munt Tower und das Stadtzentrum bilden einen perfekten Rahmen um die beste Bloody Marry der Stadt zu probieren und den Tag bei sanfter Pianomusik ausklingen zu lassen.

TIPP: Jeden Donnerstag ist Jazz Night mit live Acts! (Täglich geöffnet von 15:00 bis 01:00 Uhr)   >>

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