Unvergessliche Tage in Amsterdam.

Amsterdam ist der Youngster unter den europäischen Großstädten. Dynamisch, weltoffen und kreativ. Im Vergleich zu anderen Hauptstädten, drängen sich die rund 820.000 Einwohner auf einem winzigen Stadtgebiet, das heute durch Dämme sicher geschützt, unter dem Meeresspiegel liegt und einer ständigen Bedrohung durch die Nordsee ausgesetzt ist. Doch das Wasser ist nicht nur Fluch, es hat Amsterdam auch zu beachtlichem Reichtum verholfen.

Die Mann-über-Bord-Crew bekommt diesmal internationale Verstärkung von lieben Freunden aus Kanada. Welcome on Board! Wir werden für Euch in den nächsten Tagen die Grachtenstadt erkunden und anschließend, unter königlicher Flagge, die Britischen Inseln umschiffen.

Doch nun heißt es erstmal „Goedendag Amsterdam“!  Die Hauptstadt der Niederlande zeigt sich heute von Ihrer besten Seite und empfängt Gäste mit traumhaftem Sommerwetter. Das Stadtbild wird von einem weitverzweigten Grachten- und Kanalsystem geprägt. Schmale Giebelhäuser, unzählige „Fiets“ (Fahrräder), Brücken und Hausboote verleihen der Stadt mit dem reichen künstlerischen Erbe einen unverwechselbaren Charme.

Im Herzen der Grachtenstadt wartet die Grand Dame der luxuriösen 5-Sterne Hotels von Amsterdam bereits auf unser Eintreffen. Das eleganten Gebäude des Grand Hotel De L´Europe Amsterdam liegt mit seiner charakteristischen Rotklinker-Fassade direkt an der wunderschönen Amstel und verspricht stilvolles Ambiente und Livestyle direkt in der Altstadt.

In der Lobby werden wir von einer angenehmen und eleganten Atmosphäre empfangen. Check-In und Formalitäten sind schnell erledigt, das Personal ist freundlich und zuvorkommend – so wie man es sich von einem Leading Hotel oft the World erwartet. Somit steht einer ersten Erkundungstour durch die Stadt nichts mehr im Wege. Am besten verschafft man sich einen ersten Überblick über die Stadt vom Turm der Oude Kerk (Alte Kirche).

Das älteste Bauwerk Amsterdams liegt direkt im historischen Zentrum und wird eng von früheren Bürgerhäusern umrahmt. Der Kirchenbau aus dem 14 Jh. dominiert das Viertel De Wallen. Neben dem Innenraum mit seinen Renaissanceglasfenstern, der großen Orgel und den unzähligen Grabmählern – darunter auch Rembrand´s Frau Saskia – bietet der Glockenturm Wagemutigen einen unvergesslichen Blick über die Stadt. Von April bis September ist der Turm am Do, Fr und Sa zwischen 13:00 Uhr und 17:00 Uhr geöffnet und kann im Rahmen einer Führung besichtigt und bestiegen werden. Der Aufstieg ist teilweise abenteuerlich und sollte nur von Personen unternommen werden die in guter körperlicher Verfassung und schwindelfrei sind.

In der Glockenstube hängen vier kapitale Glocken, die so wundervolle Namen wie Glaube, Hoffnung, Liebe und Freiheit tragen. Die Glocken werden seit jeher von Hand geläutet. In der unteren Laterne des Turmhelms hängt ein Carillon, das ursprünglich im Jahre 1858 von François Hemony gegossen wurde. Von den ursprünglichen 35 Hemony-Glocken sind heute nur noch die größten 14 erhalten. Die Mühen des Aufstiegs werden letztendlich mit einem herrlichen und einzigartigen Ausblick über die Dächer der Stadt belohnt.

Ein Labyrinth aus Gässchen und Gassen erstreckt sich rund um die Oude Kerk und bildet das berühmte und auch berüchtigte Viertel De Wallen. Amsterdams Rotlichtbezirk macht einen sprachlos. Hier wird Jederman Einblick  in eine Lebensweise gewährt, die anderenorts nur im Verborgenen blüht. Bars, Bordelle und Coffee-Shops (hier bekommen sie keinen Kaffee!) reihen sich dicht gedrängt aneinander und ein Gefühl von sanftem Reggae liegt hier und dort in der Luft … Da überrascht ein Schild mit der Aufschrift: „Werte Kunden, bitte drehen Sie ihre Joints im Geschäft!“ nicht wirklich.

Jede Stadt hat ihr Rotlichtviertel, wo die normalen Regeln außer Kraft gesetzt sind; aber so wie in Amsterdam ist es nirgends. Man sollte sich nicht scheuen, diesen Ort zu besuchen, denn hier hat Amsterdam seinen Ursprung und dementsprechend befinden sich auch jede Menge interessante Gebäude, wunderschöne Treppengiebelhäuser, Designerläden und Cafés hier die man auf keinen Fall verpassen sollte.

Nicht nur die Universität hat in De Wallen ihr zu Hause auch eine niederländische Institution, die seit Jahrhunderten auf der ganzen Welt bekannt ist: Die Niederländische Ostindien-Gesellschaft (VOC) spielt Anfang des 17. Jh. bei der Erschließung asiatischer Märkte eine dominierende Rolle im Welthandel. Als erster multinationaler Konzern, vertrat sie die Interessen von Geldgebern aus Holland bei der invasiven Öffnung und Ausbeutung der Handelsplätze von Java bis Japan. Es herrschte eine strikte Beschränkung auf den Handel (keine Missionierung) daher wurde die Ostindien-Gesellschaft von vielen fremden Regierungen toleriert.

Das Gegenstück ist die Niederländische Westindien-Kompanie (WIC). Ihr oblag das Handelspatent (Monopol) für den Handel in Westafrika und Amerika. Als Bemerkenswerte Leistung war 1624 die Gründung der Kolonie Neu-Niederland (Nieuw Nederland) an der Ostküste Nordamerikas einschließlich der 1626 auf der Südspitze von Manna-hata errichteten Stadt Neu Amsterdam, heute New York. Die wichtigsten Exportgüter der Kolonie, die unter ihrem letzten Direktor – Petrus Stuyvesant, einen raschen Aufschwung nahmen, waren Pelze und Tabak. 1664 wurde Nieuw Amsterdam vom den Briten erobert und die Kolonie viel an die britische Krone. Um 1800 fuhren 4.000 holländische Handelsschiffe über 600 Seehäfen weltweit an. Heute zählt Rotterdam zu den wichtigsten Umschlaghäfen der Welt. Was andere Länder produzieren, wird heute von Holländern gekauft, verkauft und transportiert.

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Zeit für eine kulinarische Pause in einem der ältesten Cafés Amsterdams. Jedoch könnte die Bezeichnung Café missverständlich sein. Das Café Hoppe gehört zu den sog. Bruin Cafes, einem Ort an dem man nicht nur Café, Kuchen und Snacks bekommt, sondern vor allem jede Art von Getränken – ähnlich einer Bar oder Kneipe. Besonders gemütlich ist es hier am Spui, einem kleinen Platz in der Nähe des Begijnhof.  „Gezelligheid“ ist hier die Devise und so trifft man sich mit Freunden und Bekannten oder entspannt einfach nur und liest Zeitung.

Zum Heineken oder Jenever (Wacholderschnaps) bestellt man Bitterballen (fritierte Fleischballen), alten holländischen Gouda mit Mixed Pickles und Senf oder Gehaktballetjes eine rohe, würzige Rindswurst in Scheiben. Lecker!!

Nach einem ausgedehnten Bummel durch die Grachten lässt man die Seele im Spa- und Wellnessbereich des Hotels noch etwas baumeln. Die herrliche Terrasse direkt am Wasser ist eine Oase der Ruhe im Gewirr der Stadt und so wird der Citytrip zu einem echten Wellnessurlaub.

Heute Abend stürzen wir uns ins Nachtleben in die Reguliersdwarsstrasse, einem bunten und beliebten Szene-Treffpunkt bei Homosexuellen. Unzählige Bars, Trendige Dinner Clubs und Restaurants reihen sich hier dicht an dicht – Überraschungen nicht ausgeschlossen …

Wer sich in Amsterdam mit Freunden zum Essen verabreden bestellt „Sharing Menues“. Ab zwei Personen werden die besten Spezialitäten des Restaurants in kleinen Probier-Portionen angeboten. Ideal um eine kulinarische Reise durch fremde Länder zu unternehmen. Das Restaurant Norling bietet auf zwei Etagen traditionelle tibetanische Küche und zuvorkommenden Service – ein Genusserlebnis das man nicht alle Tage bekommt.

Gute Nacht Amsterdam!  >>

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